Bier Teurer Kasten aus Prinzip

Kosten- und Imagegründe - Veltins und Warsteiner läuten die nächste Preisrunde ein.

Meschede/Warstein – Veltins, Deutschlands viertgrößte Privatbrauerei, plant eine Bierpreiserhöhung zum Herbst kommenden Jahres. "Durch die politischen Rahmenbedingungen ist schon wieder eine komplette Preisrunde belegt", sagte der Generalbevollmächtigte der Brauerei, Michael Huber, am Montag. Der Transport werde durch die steigende Ökosteuer und die neue Lkw-Maut erheblich teurer. Allein die ab Herbst 2003 geplante Maut verteuere einen Kasten Flaschenbier um sieben bis zehn Cent.

Am Wochenende hatte die Nummer zwei der Branche Warsteiner angekündigt, bereits zum 1. Februar 2003 den Preis für Flaschenbier zu erhöhen. Dieser Schritt liege auf der Unternehmenslinie, Warsteiner als Premiummarke im oberen Preissegment zu positionieren, sagte ein Sprecher der Brauerei der Nachrichtenagentur DPA. Außerdem solle damit die Ertragslage verbessert werden. Zahlen nannte er jedoch nicht. Die Preiserhöhung gelte nicht für Fassbier.

Die Warsteiner-Brauerei war bereits im September vergangenen Jahres in der Brauerbranche mit der Ankündigung vorgeprescht, zum 1. März 2002 den Eckpreis für eine Kiste Bier um 7,5 Prozent auf 10,99 Euro anzuheben. Diesem Beispiel folgten zahlreiche weitere Unternehmen. Die Preisrunde, die nach der Umstellung von Mark auf das Euro-Bargeld erfolgte, wurde mit höheren Rohstoff- und Energiekosten begründet.

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