Commerzbank "Jetzt blüht die Fantasie"

Die angeschlagene Großbank kündigt die Streichung weiterer Stellen an.

Frankfurt - Die Commerzbank  wird weitere Stellen streichen. Das bestätigte ein Sprecher der viertgrößten deutschen Bank am Montag der Nachrichtenagentur DPA-AFX. Betroffen seien die Zentrale, das Investment-Banking und die Auslandseinheiten. Konkrete Zahlen nannte er nicht und verwies auf die Herbstpressekonferenz am Dienstag.

"Woher die 2000 Stellen, die in der Presse genannt wurden, kommen, weiß ich nicht", sagte der Sprecher. Am Freitag war bereits in Presseberichten zu lesen gewesen, dass die Bank im Investment-Banking jede vierte der 1200 Stellen streichen werde. Das solle vor allem Standorte in den USA und Asien betreffen. "Jetzt blüht die Fantasie", sagte der Sprecher angesichts der genannten Größen.

Fakt sei aber, dass die Bank weiter sparen müsse. Das ließe sich ohne einen weiteren Stellenabbau nicht realisieren. Bisher hatte die Bank 4300 Stellen eingespart.

Am Montag hatte das "Handelsblatt" von einem geplanten drastischen Stellenabbau der Commerzbank berichtet. "Wir gehen davon aus, dass ein Verlust von insgesamt etwa 2000 Stellen eine realistische Größenordnung ist", hatte das Blatt den Gesamtbetriebsratsvorsitzenden der Bank, Uwe Tschäge, zitiert.

Das "Wall Street Journal Europe" berichtete unterdessen, 325 Investment-Banker müssten gehen. Außerdem würden im Back Office der Securities-Sparte 225 Stellen gekappt.