ABB Durchgriff verhindern

Der Technologiekonzern beantragt für seine US-Tochter Gläubigerschutz.

Berlin - Der schwedisch-schweizerische Technologiekonzern ABB  will in den USA für seine Tochter Combustion Engineering Gläubigerschutz beantragen. Das hat der Finanzchef des Konzerns, Peter Voser, der Tageszeitung "Die Welt" bestätigt. Mit dem Antrag auf Gläubigerschutz wolle sich der Mutterkonzern vor den nicht mehr kalkulierbaren Auswirkungen der Asbest-Klagewelle in den Vereinigten Staaten schützen, heißt es in der Donnerstagausgabe der Zeitung.

"Der Konkurs erfolgt, wenn die Verbindlichkeiten gegen das Unternehmen dessen Assets überschreiten. Nach den letzten Überprüfungen, die vor einigen Tagen abgeschlossen worden sind, gehen wir davon aus, dass dies der Fall ist", sagte Voser.

Mit der Insolvenz der US-Tochter wolle ABB den finanziellen Durchgriff der Kläger auf den schwer angeschlagenen Mutterkonzern verhindern. Derzeit sieht sich ABB mit rund 90.000 Klagen auf Schadenersatz konfrontiert. Der Konzern hatte bereits im Januar die Rückstellungen von 470 Millionen auf knapp eine Milliarde Euro verdoppelt.