Deutsche Bank Deutsche Börse verliert Großaktionär

Die Frankfurter steigen bei der Deutschen Börse AG als Investor aus. Rolf-E. Breuer bleibt trotzdem AR-Chef.

Frankfurt - Die Deutsche Börse AG  verliert einen ihrer bedeutendsten Großaktionäre. Wie die Deutsche Bank  am Donnerstag bekannt gab, hat sie ihre Beteiligung von 9,3 Prozent an der Deutschen Börse AG für knapp 360 Millionen Euro verkauft.

Die 10,4 Millionen Aktien seien weltweit bei institutionellen Investoren platziert worden, teilte Deutschlands größtes Kreditinstitut mit. Damit bessert der Branchenprimus auch die eigene Bilanz auf. Denn der "überwiegende Teil des Veräußerungserlöses ist ergebniswirksam", berichtete das Geldhaus.

Damit setzt die Deutsche Bank ihre Politik fort, Beteiligungen an anderen börsennotierten Unternehmen schnell zu verkaufen. Diese Devise hatte Vorstandschef Josef Ackermann bei seinem Amtsantritt ausgegeben. Als Abkehr von der Frankfurter Börse will er die Trennung von dem Aktienpaket aber nicht verstanden wissen. "Auch wenn die Deutsche Bank künftig kein Aktionär der Deutschen Börse mehr ist, so bleiben wir doch ein wichtiger Kunde der Börse und werden unsere traditionell guten und vielfältigen Geschäftsbeziehungen fortführen."

Allerdings werde der frühere Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer auch weiterhin Aufsichtsratsvorsitzender der Börse bleiben, sagte ein Vertreter des Frankfurter Instituts gegenüber manager-magazin.de. Breuers Amtszeit als Börsen-Oberkontolleur läuft im Mai kommenden Jahres aus.

Rolf-E. Breuer: "Die Grenze ist der Markt"

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