Mobilcom 17 Millionen Euro für Sozialpläne

Der Vorstand hat sich offenbar mit der Arbeitnehmerseite auf ein Sanierungskonzept geeinigt.

Büdelsdorf - Von den derzeit 5200 Stellen bei Mobilcom  würden maximal 1850 wegfallen, sagte der Betriebsratsvorsitzende Thomas Schrader am Donnerstag. Mit der Rahmenvereinbarung, die noch von den örtlichen Betriebsräten in den einzelnen Mobilcom-Standorten unterzeichnet werden muss, trägt der Betriebsrat den bereits im September vom Mobilcom-Vorstand ins Auge gefassten Stellenabbau in voller Höhe mit. Für Sozialpläne stünden mindestens 17,2 Millionen Euro zur Verfügung hieß es.

In welchen Bereichen die Arbeitsplätze gestrichen würden, stehe noch nicht fest."Aber wir haben das jetzt auf maximal 1850 Vollzeitstellen begrenzt. Mehr können also nicht wegfallen", sagte Schrader. Dass möglicherweise weniger Stellen gestrichen werden könnten, bezeichnete er als lediglich "vage Hoffnung". Er sei sehr zuversichtlich, dass die örtlichen Betriebsräte das Konzept mittragen werden.

Was aus dem Aufbau des UMTS-Netzes werde, sei noch nicht entschieden. "Da laufen noch Gespräche", sagte Schrader. Der Erwerb der Lizenz gemeinsam mit France Telecom  ist maßgebliche Ursache für die hohe Verschuldung von Mobilcom. "Wir müssen vor allem die Gespräche mit E-Plus abwarten." Der Mobilcom-Vorstand will nach bisherigen Überlegungen rund 1000 der knapp 1300 Stellen im UMTS-Bereich streichen und den kostspieligen Aufbau des neuen Mobilfunk-Netzes vorerst stoppen.

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