Eon Drei Kraftwerke inklusive

Der Energiekonzern steigt nach TXU-Deal in Großbritannien zur Nummer eins im Strommarkt auf.

Düsseldorf/Dallas - Das US-Energieunternehmen TXU hat seine Vertriebsaktivitäten in Großbritannien an Powergen, eine Tochter der Düsseldorfer Eon , verkauft. Ein Eon-Sprecher bestätigte am Montag den Verkauf, den TXU zuvor in Dallas bekannt gegeben hatte. Der Preis beträgt laut Eon 2,17 Milliarden Euro. Hinzu kämen laut TXU 247 Millionen Britische Pfund (392 Millionen Euro) für "vertraglich abgesicherte künftige Erträge".

Powergen übernimmt den Angaben zufolge von TXU 5,3 Millionen Gas- und Stromkunden in Großbritannien. Die Übernahme umfasse zudem drei Kohlekraftwerke mit einer Energieerzeugungskapazität von 2,9 Gigawatt. Außerdem werden 1900 TXU-Mitarbeiter zu Powergen wechseln. "Die Pensionsrechte aller Mitarbeiter sind geschützt", sagte Paul Marsh, COO von TXU Europe.

Im britischen Strommarkt sei Powergen mit sechs Millionen Kunden jetzt die Nummer eins, hieß es in der Eon-Mitteilung. Mit rund 2,4 Millionen Kunden stehe das Unternehmen außerdem im Gasmarkt auf Platz zwei.

"Dies ist der entscheidende weitere Wachstumsschritt im britischen Strommarkt", erklärte Eon-Vorstandschef Ulrich Hartmann. Der Kauf muss noch von der Europäischen Kommission genehmigt werden. Diese habe einem sofortigen Vollzug bereits zugestimmt.

Eon legt an der Börse kräftig zu

TXU-Vorstand Marsh sagt weiter, dass die Aktivitäten seines Unternehmens in Deutschland von dem Deal nicht beeinflusst werden. TXU ist mit 100 Prozent an der Berliner Ares Energie-Direkt, mit 74,9 Prozent an der Braunschweiger Versorgungs-AG und mit 51 Prozent an den Kieler Stadtwerken beteiligt.

An der Börse wurde der TXU-Deal mit kräftigen Kursaufschlägen begrüßt. Die Eon-Aktie legte zeitweise um über sieben Prozent zu.

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