Epcos Mehr Transparenz

Der Dax-Konzern will künftig die Gehälter der Vorstandsmitglieder einzeln offen legen.

München - Um das Vertrauen der Anleger in Epcos  zu stärken, haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, künftig mit wenigen Ausnahmen die Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate-Governance-Kodex" umzusetzen.

"Als ein Unternehmen, das schon immer sehr offen und umfassend berichtet und informiert hat, leisten wir hiermit einen weiteren Beitrag zu noch mehr Transparenz", ließ der Aufsichtsratsvorsitzende und Ex-Epcos-Chef Klaus Ziegler am Freitag mitteilen.

Bei den aufgeführten Ausnahmen geht es im Wesentlichen um die Vergütung der Epcos-Aufsichtsratsmitglieder, die keinen an den Unternehmenserfolg geknüpften variablen Anteil enthält, und um den Verzicht auf die Einführung eines Selbstbehalts im Rahmen einer Versicherung für Vorstände und Führungskräfte.

Durch das Festhalten an einer nicht mit dem Unternehmenserfolg verbundenen Vergütung des Aufsichtsrats wolle Epcos jeden denkbaren Interessenkonflikt mit den Kontrollaufgaben des Aufsichtsrats vermeiden.

"Ich möchte betonen", so der Vorstandsvorsitzende Gerhard Pegam, "dass Epcos auch vielen der zusätzlichen Anregungen des Kodex folgt. Dazu gehört insbesondere, dass die Bezüge der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats im nächsten Geschäftsbericht, also zur Hauptversammlung am 12. Februar 2003, individualisiert ausgewiesen werden."

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