Gerling "Ein paar Eisen im Feuer"

Die Kölner bleiben einem wichtigen Branchentreffen fern. Noch ist kein Investor in Sicht.

Düsseldorf - Der angeschlagene Kölner Gerling-Konzern rechnet nicht mit einem raschen Verkauf seiner Rückversicherungen, bleibt aber trotzdem zunächst voll in dem Geschäft engagiert. Man sei weiterhin in Gesprächen mit mehreren potenziellen Investoren, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag.

Bis zu einem wichtigen Brachentreffen am Montag sei zwar nicht mit einem Abschluss zu rechnen. Aus der Tatsache, dass Gerling der alljährlichen Verhandlungsrunde zwischen Versicherungen und Rückversicherern in Baden-Baden fernbleibe, sei jedoch nicht zu schließen, dass die Rückdeckung von Schaden- und Unfallversicherern nun eingestellt werde, betonte der Sprecher.

Es bestehe kein unmittelbarer zeitlicher Zusammenhang zwischen der Fortführung des Neugeschäfts und der Suche nach einem Investor, wie es in der Presse dargestellt worden sei. Sowohl für die Rückdeckung auf Lebensversicherer als auch für wesentliche Teile des Sachgeschäfts gebe es jeweils mehr als einen Interessenten. "Wir haben noch ein paar Eisen im Feuer", unterstrich der Sprecher. In der Schaden- und Unfallsparte liefen verschiedene Gespräche zu unterschiedlichen Portfolios und regionalen Einheiten.

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