Italien Massive Entlassungswelle

Zwischen Alpen und Sizilien droht 20.000 Bankern der Verlust des Arbeitsplatzes.

Düsseldorf - Italiens Banken stehen nach Informationen des "Handelsblatts" offenbar vor einer massiven Entlassungswelle. In den kommenden drei Jahren könnten die Institute 15.000 bis 20.000 Stellen streichen, berichtet die Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf den italienischen Bankenverband ABI sowie eigene Recherchen. Erste Verhandlungen mit den Gewerkschaften über einen sozialverträglichen Abbau der Arbeitsplätze liefen bereits, die Fronten seien aber verhärtet.

Am schlimmsten werde es dem Bericht zufolge die Banca IntesaBci erwischen. Die durch den Zusammenschluss diverser Sparkassen, der Banca Commerciale Italiana und der Banco Ambrosiano entstandene Großbank wolle 7800 ihrer 53.000 Stellen streichen.

Ein ähnliches Szenario dürfte bei der Capitalia drohen. Die viertgrößte Bank des Landes wolle bis 2005 rund 5400 Arbeitsplätze abbauen. Die Banca Popolare di Verona Novara habe bereits die Streichung von fast 1000 Stellen angekündigt.