Fairchild Dornier Hoffnung wächst

Neben der Schweizer AFC interessiert sich ein russischer Bieter für den Flugzeugbauer.

München - Für den insolventen Flugzeughersteller Fairchild Dornier zeichnet sich eine weitere Rettungschance ab. Noch in dieser Woche wolle ein russisches Konsortium ein Übernahmeangebot vorlegen, sagte Insolvenzverwalter Eberhard Braun der "Süddeutschen Zeitung". Er habe keine Zweifel an der Finanzkraft des Investors. Als weiterer Interessent für eine Übernahme gilt die Schweizer Beratungsgesellschaft Aviation Finance Consulting (AFC).

In Branchenkreisen gilt ein Erfolg bei beiden Offerten als nicht sehr wahrscheinlich. Zum einen sei die Finanzierung ungeklärt. Zudem hat eine größere Zahl von Mitarbeitern das Unternehmen bereits verlassen.

Endmontage in Deutschland

Bei den russischen Bietern handelt es sich den Zeitungsberichten zufolge um den sibirischen Aluminiumkonzern Basic Elements und die Flugzeugbauer-Gruppe Irkutsk Aircraft Production. Sie haben nach Angaben der "Financial Times Deutschland" bereits in der vergangenen Woche eine Buchprüfung des 328-Modells sowie des 728-Regionaljets vorgenommen. Laut "Süddeutscher Zeitung" planen die Russen die Endmontage und Zulassung des 728-Modells in Deutschland.

Ungeachtet des angekündigten Übernahmeangebots gehen die Verhandlungen mit einem zweiten Interessenten weiter. Dabei soll es sich um die Schweizer Beratungsgesellschaft Aviation Finance Consulting (AFC) handeln. Insolvenzverwalter Braun hatte am Montag Gespräche mit einem neuen Investor bestätigt, aber keinen Namen genannt. Die Schweizer wollen Fairchild Dornier angeblich komplett übernehmen. Unklar sei aber, ob sie die Übernahme finanzieren können.