Wal-Mart Preiskampf für Preisboxer

Die weltgrößte Supermarktkette geht auf Einkaufstour. Safeway, Großbritanniens viertgrößter Einzelhandelskonzern, steht auf dem Zettel - für 2,8 Milliarden Pfund.

London – Auf dem britischen Einzelhandelsmarkt dürfte bald der Gong für die nächste Runde im erbitterten Preiskampf erklingen. Rollte die US-Supermarktkette Wal-Mart  den britischen Markt 1999 mit der Übernahme von Großbritanniens drittgrößtem Einzelhandelskonzern Asda von hinten auf, dürfte der Handelsexperte mit den neuesten Übernahmeplänen einen aggressiveren Schritt wagen.

Die größte Supermarktkette der Welt plant, sich über ihre Tochter Asda Großbritanniens viertgrößten Einzelhändler Safeway  einzuverleiben. Das berichtet die Tageszeitung "Daily Mail" in der Freitagausgabe.

Den Kaufpreis schätzen Experten auf 2,8 Milliarden Pfund (4,43 Milliarden Euro), so das Blatt. Der Wert der Supermarktkette betrage etwa 2,1 Milliarden Pfund (3,32 Milliarden Euro). Um die Zustimmung der Aktionäre zu erhalten, muss der US-Konzern nach Einschätzung von Fachleuten etwa 700 Millionen Pfund (1,1 Milliarden Euro) drauflegen.

Nach dem Zusammenschluss entfiele auf beide Unternehmen ein gemeinsamer Marktanteil von 25 Prozent des britischen Marktes. Damit könnten sie zum Branchenführer Tesco aufschließen.

Weiterer Preiskampf zu erwarten

Für Verbraucher dürfte die Fusion einen weiteren Preiskampf zwischen den Großen der Branche bedeuten. Bereits nach der Übernahme von Asda durch Wal-Mart vor drei Jahren hatten die Konkurrenten durch Kampfpreise um die Gunst der Kunden gebuhlt.

Was wettbewerbsrechtliche Bedenken anbelangt, zeige sich Wal-Mart laut Zeitungsbericht recht zuversichtlich. Die Kartellbehörde in Großbritannien habe sich bisher nicht abweisend gegen die Pläne geäußert.

Es sei jedoch zu erwarten, dass Wal-Mart sich in Regionen, in denen der Konzern selbst oder Safeway über ein sehr dichtes Filialnetz verfüge, von Niederlassungen trennen müsse, so der Bericht.

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