Deutsche Telekom Sihler pokert um Milliarden

Die Verhandlungen über eine Fusion von Voicestream und Cingular stehen vor dem Abschluss. Noch zögert Telekom-Chef Helmut Sihler die Entscheidung aber hinaus.

Hamburg - Voicestream Wireless und Cingular Wireless stehen nach Informationen der "Financial Times Deutschland" kurz vor einer Einigung über die Verteilung der Anteile bei einer möglichen Fusion. Die Zeitung berichtet am Freitag mit Bezug auf das Verhandlungsumfeld, möglicher Stolperstein sei allerdings die Voicestream-Mutter Deutsche Telekom (Kurswerte anzeigen).

Der Bonner Konzern verlange zum Beispiel eine größere Kontrolle im fusionierten Unternehmen. Auch suche die Telekom die Bedingungen zum Zeitpunkt des Verkaufs zu verbessern. Und schließlich wolle sie sicher stellen, dass ihre Beteiligung im Fall einer späteren Ausgabe junger Aktien nicht allzu sehr verwässert würde.

Sollte die Transaktion mit Cingular zustande kommen, werde die Deutsche Telekom einen Teil ihrer 64 Milliarden Euro Schulden auf das Unternehmen übertragen. Analysten gehen laut Bericht von einer Summe zwischen vier und fünf Milliarden Euro aus.

Aus dem Umfeld der Verhandlungen habe es geheißen, berichtet die Zeitung weiter, eine Einigung könne bis Ende Oktober erzielt und dann dem Telekom-Vorstand präsentiert werden. Noch sei allerdings offen, ob Voicestream überhaupt veräußert wird. Telekom-Vorstandsvorsitzender Helmut Sihler habe noch keine Entscheidung im Fall der US-Mobilfunktochter gefällt, habe es aus Telekom-Kreisen am Donnerstag verlautet.

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