Transrapid Wissen für Gleise

Erpressung auf Chinesisch - die Volksrepublik droht Siemens und ThyssenKrupp damit, statt des Transrapids doch den japanischen Schinkansen zu bestellen.

Düsseldorf - Die chinesische Regierung setzt das aus Siemens  sowie ThyssenKrupp  bestehende Transrapid-Konsortium offensichtlich zunehmend unter Druck. Wie das "Handelsblatt" am Montag berichtet, fordert China Zugang zum technischen Know-how der Magnetschnellbahn. Dazu sei das Konsortium wohl mittlerweile auch bereit, berichtet die Zeitung unter Berufung auf den Leiter des China-Geschäfts von ThyssenKrupp.

Im Gegenzug hofften Siemens und ThyssenKrupp auf eine flächendeckende Einbindung des Transrapids in das künftige Hochgeschwindigkeitsnetz der Volksrepublik. Jedoch hätten chinesische Zeitungen in den vergangenen Tagen berichtet, der Premier Zhu habe dem Präsidenten der chinesisch-japanischen Freundschaftsvereinigung die Erlaubnis erteilt, nach Japan zu reisen, um dort Gespräche über den Ausbau der 1300 Kilometer langen Schnellstrecke Peking-Schanghai zu führen. Gegenstand der Verhandlungen solle dabei der japanische Schnellzug Schinkansen sein, dem bislang in China gegenüber dem Transrapid weniger Chancen eingeräumt wurden.

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