Mobilcom Wird Schmids Widersacher entlassen?

Der Schlagabtausch zwischen France Telecom und Gerhard Schmid vernichtet weiter Renommee. Während in französischen Medien bereits ein Nachfolger für Michel Bon, den FT-Vorstandschef genannt wird, setzt Schmid ein angeblich vernichtendes Gutachten über Mobilcoms Marktchancen unter Druck.

New York - Eine Studie im Auftrag von France Telecom  bringt nach Informationen des "Wall Street Journal" (WSJ) das deutsche Mobilfunkunternehmen Mobilcom  und vor allem seinen Gründer Gerhard Schmid bei der Auseinandersetzung um die Übernahme durch den französischen Konzern unter Druck.

Die Studie eines deutschen Beratungsunternehmens bezweifle die Konkurrenzfähigkeit von Mobilcom, schreibt das "WSJ" am Montag unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die neue Studie soll in dieser Woche dem France-Telecom-Vorstand vorgelegt werden.

France Telecom, zweitgrößter Mobilcom-Aktionär, und Mehrheitseigner Schmid streiten derzeit über den Wert des Büdelsdorfer Unternehmens. Mobilcom ist auf die finanzielle Unterstützung der Franzosen angewiesen, um die UMTS-Pläne zu realisieren. France Telecom überdenkt jetzt, Mobilcom zu übernehmen.

Wird FT-Vorstand gegen Airbus-Chef Forgeard getauscht?

Die desaströse Lage des Konzerns beschäftigt laut dem Finanzmagazin "L'Expansion" auch Frankreichs Regierung, die 54 Prozent der Anteile an Mobilcom hält. Auf der Internetseite des Magazins wird - ohne Quelle - gemeldet, dass der Staat France-Telecom-Chef Michel Bon durch den Chef des europäischen Flugzeugbauers Airbus, Noel Forgeard, ablösen will.

Beide Unternehmen wollten den Bericht nicht kommentieren. Die Aktie der France Telecom verlor 10,42 Prozent auf 11,43 Euro.

Am Wochenende hatte zudem die Zeitung "Le Figaro" berichtet, die Regierung in Paris habe Bons Pläne abgelehnt, Mobilcom ganz aufzugeben. Deswegen habe France Telecom die Veröffentlichung seiner Halbjahreszahlen auf den 13. September verschieben müssen.

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