Bankgesellschaft Berlin Offerte nur mit Hintertür

Zieht die Nord/LB ihr Angebot für den angeschlagenen Berliner Bankkonzern zurück?

Hannover - Die Eigentümer der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) ringen am Dienstag weiter um eine einheitliche Linie für ein Angebot zur Übernahme der angeschlagenen Bankgesellschaft Berlin. Am Mittag wollen die Vertreter der Gewährträger die Beratungen fortsetzen, die in der Nacht ohne greifbares Ergebnis unterbrochen worden waren. Ziel solle eine einheitliche Position in Sachen Bankgesellschaft sein, hieß es in Bankenkreisen in Hannover. Allerdings ist bislang offen, ob die Nord/LB überhaupt noch ein Angebot für eine Übernahme abgeben wird.

Die Sitzung der Vertreter der Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie die Sparkassen- und Giroverbände der Länder hatte am Montag bis in die Nacht hinein gedauert. In der Runde soll kontrovers diskutiert worden sein. Ursprünglich wollten die Eigner die letzten Details für ein Interessenangebot beraten. Die vom Berliner Senat gesetzte Frist für ein Angebot für die Bankgesellschaft läuft am Mittwoch ab.

In der vergangenen Woche hatte der Aufsichtsrat nach längerer Sitzung einstimmig entschieden, eine so genannte indikative Interessenbekundung für eine Übernahme der Bankgesellschaft abzugeben. Ein unverbindliches Signal in Richtung Berlin sollte demnach an einen Katalog an Forderungen gekoppelt sein. Unter anderem soll es dabei um die Absicherung von Risiken gegangen sein, die bei der Unternehmensprüfung in Berlin aufgedeckt worden waren.