Grundig Wertvolle Marke

Der türkische TV-Geräte-Hersteller Beko hat angeblich Interesse am Traditionskonzern.

Hamburg - Der zweitgrößte türkische Hersteller von TV-Geräten, Beko, verhandelt nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) über einen Einstieg bei Grundig. Die Türken seien vor allem an der Marke Grundig interessiert, schreibt die Zeitung in ihrer Mittwochausgabe unter Berufung auf Branchenkreise. "Beko ist auf der Suche nach einem klangvollen Namen für seine TV-Geräte", hieß es aus den Kreisen.

Grundig beziffert seinen Markenwert auf 500 Millionen Euro. Auch das Vertriebsnetz von Grundig könnte für Beko interessant sein.

Beko ist hinter Vestel der zweitgrößte Hersteller von TV-Geräten in der Türkei und produziert außer unter der eigenen Marke auch Geräte für andere Unternehmen - darunter auch für Grundig. Die Nürnberger wollen dieses Jahr eine Million Geräte von Beko bauen lassen und belegen damit etwa ein Drittel der Produktionskapazität.

Sensible Investoren

Beko wollte sich im Gespräch mit der Zeitung zu den Einstiegsplänen nicht äußern. Ein Grundig-Sprecher sagte: "Die Verhandlungen mit unseren potenziellen Investoren sind sehr sensibel. Hierzu gehört auch, dass man sich zu Namen nicht äußert". Wie es aus dem Unternehmen heißt, verhandelt Grundig derzeit aber nur mit einem Interessenten.

Auf einen Zeitplan wollte sich der Sprecher nicht festlegen. Von den Banken gebe es keinen Druck: "Sie sind bereit, die Zeit zur Partnerfindung zu überbrücken", sagte der Sprecher. Bisher hieß es, die Kreditlinien würden vorerst nur bis Ende August laufen.

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