Lufthansa Regional und optimal?

Die deutsche Fluggesellschaft will die Effizienz ihres angestaubten Regionalgeschäfts steigern und arbeitet an einem neuen Konzept für die Zubringerlinien.

Frankfurt/Main - Nach der schweren Krise im Luftfahrtsektor stehen die Stichworte "Effizienzsteigerung" und "Kostenersparnis" bei der Lufthansa  weiterhin auf der Tagesordnung. Deutschlands größte Fluggesellschaft plant nun, das Regionalgeschäft, das sie derzeit mit sechs Partnerfluglinien betreibt, zu restrukturieren.

Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte gegenüber manager-magazin.de, dass die beiden Regionalpartner Eurowings und Cityline und die vier weiteren Gesellschaften im "Team Lufthansa" über die Neuausrichtung des Regionalpartnerkonzeptes diskutierten.

Verschiedene Szenarien würden momentan angedacht. Zu Inhalten und einem Zeitplan wollte sich die Sprecherin nicht äußern. Die Umstrukturierung stehe jedoch nicht in Zusammenhang mit Billigflugangeboten, hieß es weiter.

Verschiedene Szenarien sind angedacht

Die Lufthansa erwäge, große Teile der Flugzeugflotten umzuschichten, berichtete die "Financial Times Deutschland". So könnte die kostengünstige Lufthansa-Beteiligung Eurowings bald mit Maschinen der konzerneigenen Tochter Cityline fliegen. Die Lufthansa besitzt eine 24,9-prozentige Beteiligung an Eurowings und hält eine Option auf insgesamt 49 Prozent.

Möglich sei aber auch, dass die Lufthansa die einzelnen Gesellschaften unter einem Dach zusammenfasse, um das Regionalgeschäft künftig einheitlicher zu präsentieren, sagte ein Experte gegenüber manager-magazin.de. Vor allem die Steigerung der Effizienz müsse in diesem Bereich nun im Vordergrund stehen.

Die Regionalfluglinie Augsburg Airways fliegt mittlerweile ausschließlich im Auftrag der Lufthansa. Cimber Air, Contact Air und Cirrus Airlines sind weitere Kooperationsparner im Verbund "Team Lufthansa". Die Regionalflugzeuge bedienen die innereuropäischen Flugrouten der Lufthansa zwischen kleineren Flughäfen und Metropolen.

"Es geht hier nicht um das Low-Cost-Geschäft"

Es gehe bei den Restrukturierungsbemühungen nicht darum, die Billigflugaktivitäten von Eurowings zu unterstützen, sagte die Lufthansa-Sprecherin. Bei dem derzeitigen Restrukturierungsplan befasse man sich ausschließlich mit dem Regionalfluggeschäft, das vom Geschäft des Low-Cost-Bereichs strikt zu trennen sei.

Eurowings plant derzeit, fünf nicht ausgelastete Maschinen ihrer Linie Eurowings Flug künftig im Billigflugsegment einzusetzen. Eine Entscheidung wird Mitte August erwartet.

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