Bonusmeilen Es drohen Strafverfahren

Nun beschäftigt sich auch die Berliner Staatsanwaltschaft mit der Bonusmeilen-Affäre.

Hamburg - Mit den Bonusmeilen-Sündern des Bundestags beschäftigt sich nun offenbar auch die Staatsanwaltschaft. Die Vorwürfe lauten auf Betrug und Untreue.

Bisher sind laut "Bild" 28 Strafanzeigen von Bürgern und Anwälten gegen Bundestagsabgeordnete eingegangen, berichtete die Zeitung am Dienstag. Die Anzeigen lauteten auf Betrug und Untreue.

Gegen den früheren Grünen-Abgeordneten Cem Özdemir, den zurückgetretenen Berliner Wirtschaftssenator Gregor Gysi (PDS) und Umweltminister Jürgen Trittin liefen bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht Berlin bereits Vorermittlungen. Dies habe die Behörde "Bild" bestätigt.

Bild-Zeitung: Für Informationen ist kein Geld geflossen

Unterdessen hat "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann die Ansicht geäußert, dass die Rücktritte deutscher Politiker nach der Bonusmeilen-Berichterstattung den Wahrheitsgehalt der "Bild"-Artikel belegen.

"Die Tatsache, dass Politiker von sich aus die Konsequenzen zogen und zurücktraten, zeigt, wie präzise unsere Informationen über den Missbrauch von dienstlich erflogenen Meilen sind", sagte Diekmann in einem dpa-Gespräch.

Behauptungen, das Blatt habe schon im Vorjahr Material über Bonusmeilen gehabt, seien Unsinn, ergänzte Diekmann. Auch sei kein Geld für Informationen geflossen. Der "Bild"-Herausgeber forderte SPD-Generalsekretär Franz Müntefering auf, die im Zusammenhang mit der Bonusmeilen-Affäre gestellte Strafanzeige zurückzuziehen.

"Bild"-Zeitung: Verstoß gegen die publizistische Sorgfaltspflicht?

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