Telekom Erste Maßnahmen

Nun geht es an den Schuldenabbau. Der Konzern verordnet seiner IT-Tochter T-Systems ein Sparprogramm.

Hamburg – Der Interimschef der Telekom, Helmut Sihler, hatte ihn Anfang der Woche bereits angekündigt: den radikalen Konsolidierungskurs mit Kostensenkungen und Schuldenabbau.

Nun macht sich Ron Sommers Nachfolger an die Arbeit. Die Telekom  will in der IT-Sparte T-Systems Kosten von rund 500 Millionen Euro einsparen. Dies sei ein Teil aus dem Sparplan für den gesamten Konzern, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer Freitagausgabe unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Entgegen bisheriger Spekulationen hatte sich Sihler auf einer Vorstandssitzung am Donnerstag dafür ausgesprochen, keine Teile von T-Systems zu verkaufen und damit die von seinem Vorgänger geschaffene Vier-Säulen-Strategie aus den Sparten Festnetz, Mobilfunk, Informationstechnik und Internet nicht aufzugeben.

Ein Verkauf von Teilen der IT-Sparte, die aus einer Fusion verschiedener Telekomsparten mit dem Debis Systemhaus von DaimlerChrysler  entstanden war, sei bis zuletzt geprüft worden.

Nun wolle das Unternehmen mehrere hundert Stellen durch natürliche Fluktuation abbauen, berichtet das Blatt. Großes Potenzial sehe T-Systems-Chef Christian Hufnagl auch bei der Sanierung der Prozesse und der Großrechnerstruktur. Damit werde ein hoher dreistelliger Millionenbetrag eingespart. Zurzeit sitzt der Telekom-Konzern auf einem Schuldenberg von 67 Milliarden Euro. Ein Sprecher der Telekom wollte den Bericht auf Nachfrage von manager-magazin.de nicht bestätigen.

Verwandte Artikel