Lufthansa Mit Eurowings in den Gegenwind

Die Fluglinie plant nun scheinbar doch den Einstieg in den hart umkämpften Billigflugmarkt.

Frankfurt/Dortmund – Die Lufthansa  dürfte nun mit Hilfe ihrer Beteiligung an der Regionalfluglinie Eurowings den Schritt ins Billigflugsegment wagen. Die Fluggesellschaft, an der Deutschlands größte Fluglinie mit 24,9 Prozent beteiligt ist, plant nach Informationen der Zeitschrift "Touristik Report" ins Billigsegment einzusteigen.

Von November an wolle Eurowings zunächst nur von Köln aus günstige Flüge in europäische Ziele anbieten, berichtete die Fachzeitschrift vorab. Anschließend solle das Streckennetz ausgebaut werden. Dafür wolle Eurowings seine Flugzeugstaffel mit fünf Maschinen des Typs Airbus A 319 von der Lufthansa-Karstadt-Tochter Thomas Cook aufstocken. Eurowings wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Die Lufthansa habe bis Ende 2003 die Option, die Beteiligung an Eurowings auf 49 Prozent aufzustocken. Das Bundeskartellamt hatte die Beteiligung unter anderem unter der Auflage genehmigt, dass beide Gesellschaften einen Teil ihrer innerdeutschen Flüge an Konkurrenten abgeben.

Die Lufthansa selbst hat Fragen nach einem eigenen Einstieg in den Markt der Billigfluggesellschaften bisher verneint. Dabei bleibe es, hieß es am Samstag von Firmenseite. In den vergangenen Monaten haben die Billigflieger Ryanair , Deutsche BA und Germania den Preiskampf mit dem deutschen Branchenprimus Lufthansa verschärft.

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