Fairchild Dornier Hoffnung für Mitarbeiter

EADS will einen Teil der Beschäftigten des insolventen Flugzeugbauers übernehmen.

München - Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) will mehr als 400 Mitarbeiter des insolventen Flugzeugherstellers Fairchild Dornier übernehmen. Die gute Auftragslage mache es EADS möglich, die Mitarbeiter von Fairchild Dornier in der Krise zu unterstützen, sagte der deutsche EADS-Chef Rainer Hertrich am Freitag in München.

"Bereits in den nächsten zwei Wochen werden wir kurzfristig Bewerbertage in Oberpfaffenhofen abhalten", sagte Hertrich weiter. In enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen werde EADS einem Teil der Beschäftigten Angebote für eine befristete oder feste Anstellung unterbreiten. "Es bleibt aber dabei, dass wir kein neues Engagement im Regionalflugzeugbau eingehen werden", betonte Hertrich.

Am Montag war das Insolvenzverfahren für Fairchild Dornier offiziell eröffnet worden. Das Traditionsunternehmen mit rund 3600 Beschäftigten wird zerschlagen. Der Insolvenzverwalter, Eberhard Braun, hatte am Montag angekündigt, dass selbst im günstigsten Fall mindestens 1000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren werden.

Sollte kein Käufer für das Regionaljet-Programm 728 gefunden werden, gehen sogar 1800 Arbeitsplätze verloren. Die übrigen knapp 1800 Fairchild Dornier-Beschäftigten in Oberpfaffenhofen können dagegen voraussichtlich unter neuer Führung in ihrem Bereich weiterarbeiten.

Verwandte Artikel