Banken Trio in der Schusslinie

Werden Deutsche Bank, Commerzbank und Dresdner Bank jetzt auch von Apartheid-Opfern verklagt?

Frankfurt - Im Rahmen der Sammelklage von Apartheid-Opfern gegen Banken sind bei den drei deutschen Großinstituten Deutsche Bank , Commerzbank  und Dresdner Bank bislang keine Ansprüche angemeldet worden.

Das sagten Sprecher der Geldhäuser am Montag. Zuvor hatte der Haupt-Anwalt der Apartheid-Opfer, John Ngcebetsha, angekündigt, dass auch gegen das deutsche Bankentrio Klage eingereicht werde, da es vom Regime der Rassentrennung in Südafrika profitiert habe.

Vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass Apartheid-Opfer eine amerikanische sowie zwei Schweizer Großbanken auf Schadenersatz verklagen, weil sie ein Unrechtsregime unterstützt hätten. Die Sammelklage richtet sich gegen die Banken UBS, Credit Suisse sowie die Citibank.

"Wir wollen nicht mit Ihnen sprechen"

Auf der vergangenen Hauptversammlung der Deutschen Bank war es wegen eines aufgebrachten Aktionärs fast zum Eklat gekommen. "Wir wollen nicht mit Ihnen sprechen, verschwenden Sie nicht unsere und Ihre Zeit", wies der jetzige Aufsichtsratschef Rolf-E. Breuer sehr deutlich den Wunsch eines Anlegers zurück, der - zum wiederholten Male - mit dem Vorstand der Deutschen Bank über die Rolle des Instituts zu Zeiten des Apartheid-Regimes in Südafrika reden wollte.

Dresdner Bank-Sprecher Karl-Friedrich Brenner sagte, alle eventuellen Ansprüche würden zunächst sorgsam geprüft, bevor sich die Bank zu dem Thema äußern werde. Das Kreditinstitut beobachte das laufende Verfahren mit Blick auf die anderen Banken.

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