Bauindustrie Streit beigelegt

Der Tarifkonflikt in der Baubranche ist beigelegt. Nach 22-stündigen Verhandlungen einigten sich die Gewerkschaft IG Bau und die Arbeitgeber auf einen Abschluss.

Wiesbaden - Der Tarifkonflikt in der Baubranche ist beigelegt. Nach einem Verhandlungsmarathon von fast 22 Stunden und dem ersten Flächenstreik der Branche seit 1949 erzielten die Gewerkschaft IG Bau und die Arbeitgeber am Dienstagmorgen in Wiesbaden eine Einigung.

Ab 1. September sollen die Arbeitnehmer der Bauindustrie 3,2 Prozent mehr Lohn erhalten. Die Beschäftigten erhalten zudem für Juni, Juli und August Einmalzahlungen von jeweils 75 Euro, wie die Verhandlungsführer am Morgen mitteilten.

Zuvor hatten die Verhandlungsführer noch einige schwierige Probleme zu lösen, die eine Einigung zunächst nicht möglich erscheinen ließen. Die vom CDU-Politiker Heiner Geißler moderierten Gespräche drehten sich um Details des Rahmentarifvertrags, etwa um die Definition von Berufsgruppen.

Bereits in der Nacht hatte es zunächst aus Kreisen der Arbeitgeber geheißen, eine Entscheidung stehe kurz bevor. Doch dann hatten sich die Verhandlungen wieder festgefahren. Die Gewerkschaft fordert für die rund 850.000 Beschäftigten 4,5 Prozent mehr Geld, die Arbeitgeber haben zuletzt für 2002 und 2003 eine stufenweise Anhebung um 3,0 und 2,1 Prozent angeboten.

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