DaimlerChrysler Chrysler bald mit Profit

Bei Chrysler stehen die Zeichen endlich auf Gewinn. Die Rede ist von einem sehr guten zweiten Quartal.

Stuttgart - DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp sprüht vor Optimismus. Die angeschlagene US-Tochter Chrysler werde dieses Jahr mit einem Gewinn abschließen. Da ist sich der Konzernchef sicher. Es könne sogar sein, dass der Automobilkonzern wegen der guten Entwicklung bei Chrysler seine Gewinnprognose für das laufende Jahr erhöhe, sagte Schrempp dem "Wall Street Journal Europe" und der Nachrichtenagentur "Dow Jones Newswires" in einem Interview.

"Wir haben bei Chrysler ein sehr, sehr gutes zweites Quartal und das bedeutet natürlich: auch in der Gruppe", zitieren die Blätter Schrempp. Damit sprach der Konzernchef erstmalig bei der US-Tochter von einem Gewinn im laufenden Jahr. Bisher war lediglich vom Erreichen der Gewinnschwelle die Rede gewesen. Am 18. Juli wird DaimlerChrysler die Quartalszahlen für das zweite Quartal vorlegen.

Radikale Sparmaßnahmen greifen

Doch bei Chrysler wirken sich nun die radikalen Sparmaßnahmen positiv aus. Der Konzern reduzierte die Anzahl der Arbeitnehmer, einige Fabriken wurden geschlossen. Damit versucht der Konzern aus den tief roten Zahlen zu kommen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der US-Autobauer einen Betriebsverlust von knapp zwei Milliarden Euro erwirtschaftet.

Zu genauen Prognosen für das Gesamtjahresergebnis der Konzerngruppe wollte Schrempp sich jedoch nicht äußern. Für das Gesamtjahr hatte der Konzernchef im Februar angekündigt, dass das operative Ergebnis des Vorjahres von fast 1,35 Milliarden Euro deutlich übertroffen werde. Auch für das kommende Geschäftsjahr hielt sich Schrempp mit Prognosen zurück. Die Entwicklung der Wirtschaft sei für konkrete Prognosen noch zu unsicher. Ursprünglich hatte der Stuttgarter Konzern ein Ergebnis von bis zu 9,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

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