C&A Kein Käuferstreik

Der Bekleidungskonzern trotzt der Flaute des Einzelhandels und setzt seinen Wachstumskurs fort.

Düsseldorf - Trotz der Flaute im Einzelhandel bleibt der Düsseldorfer Bekleidungsfilialist C&A weiterhin auf Wachstumskurs. Während die Konkurrenz mit Nachfragerückgang zu kämpfen hatte, steigerte der Konzern im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl den Umsatz als auch Gewinn.

"Wir hatten seit Herbst 2000 in jedem Monat eine bessere Entwicklung als der gesamte Modemarkt in Deutschland" , sagte der Chef von C&A Deutschland, Dominic Brenninkmeyer, am Montag in Düsseldorf. Auch im laufenden Jahr sei der Umsatz von Monat zu Monat weiter gestiegen. Das Umsatzplus liege derzeit bei drei Prozent. Als Erfolgsrezept nannte der Manager nicht zuletzt die Konzentration auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und eine verbesserte Warensteuerung.

Trendwende geschafft

Das Traditionsunternehmen kehrt nach langer Durststrecke langsam zu alter Stärke zurück. Erstmals nach fünf verlustreichen Jahren machte C&A im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder einen Gewinn von 33,2 Millionen Euro. Noch im Vorjahr hatte der Konzern einen Verlust von 46,2 Millionen Euro ausweisen müssen. Der Umsatz stieg um 2,6 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, flächenbereinigt lag das Plus sogar bei vier Prozent. Der Marktanteil von C&A stieg auf knapp unter acht Prozent.

Damit habe das Düsseldorfer Unternehmen die Trendwende geschafft, sagte Brenninkmeyer. Ende der 90er Jahre hatte der Billiganbieter vergeblich versucht, sich ein neues "höherwertiges" und "trendigeres" Image zuzulegen. Ein Sturz in tief rote Zahlen war die Folge. Der Marktanteil ging von einst über zehn Prozent auf fast sieben Prozent zurück. "Viele Probleme waren hausgemacht", räumte Brenninkmeyer im Rückblick ein. Dann besann sich das Unternehmen wieder auf seine Rolle als preisgünstiger Anbieter für die ganze Familie.

Kräftiger Imageschub

Eine viel beachtete Euro-Rabatt-Aktion hatte C&A zum Jahresbeginn einen deutlichen Imageschub beschert. Während die Konkurrenz die Preise mit der Euro-Einführung erhöhte, lockte C&A die Kunden mit um bis zu 20 Prozent reduzierten Preisen. Zwar verurteilte das Landgericht Düsseldorf das Unternehmen drei Monate später in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil wegen Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht zu einer Geldstrafe von einer Million Euro. Doch C&A legte bereits Berufung gegen das Urteil ein. Der zusätzliche Umsatz durch die Aktion falle aber auf das Gesamtjahr betrachtet kaum ins Gewicht, sagte Brenninkmeyer.

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