Siemens Gebote gegen GE und Phillips

Ultraschall in Asien – der Konzern will Südkoreas größten Medizintechnik-Zuliefer kaufen.

München - Nach einem Bereicht der südkoreanische Tageszeitung "Economic" konkurrieren die Elektronik-Konzerne Siemens , Philips Electronics  und General Electric  um die Übernahme der insolventen Medison Co., dem größten südkoreanischen Medizinprodukte-Zulieferer. Wichtigstes Produkt bei Medison sind Analysegeräte (Diagnose-Scanner) mit sogenannter 3-D-Ultraschall-Technik.

"Diese Technik ist für uns nicht der zentrale Aspekt bei einem möglichen Engagement", sagte ein Siemens-Sprecher gegenüber manager-magazin.de. Vielmehr werde der asiatische Raum als attraktive Wachstumsregion eingeschätzt, "und für Konzerne, die davon profitieren wollen, ist eine Wertschöpfung vor Ort eminent wichtig", so der Sprecher weiter. Der Konzern passe auch unter diesem Aspekt "gut ins Siemens-Portfolio".

Die wirtschaftspolitische und unternehmerische Praxis in der Region zeige, dass Importe ins Land wesentlich schwieriger zu bewerkstelligen seien als der Aufbau von Produktion und Vertrieb im Land.

Nach Angaben es amtierenden Medison-Chef Choi Kyun Jae wird die Entscheidung der Übernahme voraussichtlich Ende Juli bekannt gegeben. Über den angestrebten Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Medisons Schuldenberg liegt aktuell bei etwa 200 Millionen Euro 250 Milliarden Won), allein im vergangenen Jahr war ein Nettoverlust von 101,4 Mrd. Won angefallen.

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