Fairchild Dornier Am Boden

Bombardier sagt ab - damit sind die Überlebenschancen für den Flugzeugbauer nur noch minimal.

München - Der Regionalflugzeugbauer Fairchild Dornier steht vor dem endgültigen Aus. Der kanadische Bombardier-Konzern wird nicht bei dem Oberpfaffenhofener Unternehmen einsteigen. Das sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Eberhard Braun am Dienstag bei einer Betriebsversammlung von Fairchild Dornier.

Auf dem Konkurrenten, der an einer Übernahme des 728-Jet-Programms interessiert gewesen war, hatten die größten Hoffnungen beim insolventen Flugzeugbauer geruht.

Nach der Entscheidung von Bombardier, die Gespräche nicht mehr fortzuführen, komme nun nur noch ein weiterer Interessent in Betracht, sagte Braun.

Mit einer Eröffnung des Insolvenzverfahrens sei trotzdem zum 1. Juli zu rechnen. Dann werde das Unternehmen in Bereiche aufgeteilt. In den fortgeführten Teilen werden nach den Worten des vorläufigen Insolvenzverwalters voraussichtlich etwa 800 bis 1200 der insgesamt 4300 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlieren.

Das aufwendige und teure 728-Jet-Projekt war für Fairchild Dornier zum Fallbeil geworden. Erst wenige Tage vor dem Insolvenzantrag Anfang April hatte das Unternehmen den Prototypen für die Reihe in Oberpfaffenhofen bei München vorgestellt.