DaimlerChrysler Mehr Geschäft mit Mitsubishis Kleinlastern

Brüder für den Sprinter - die Stuttgarter wollen Mitsubishis Laster-Sparte stärken.

Stuttgart - Die Automobilkonzerne DaimlerChrysler  und Mitsubishi Motors (MMC)  prüfen eine Zusammenarbeit bei Nutzfahrzeugen. In Betracht komme eine Kooperation bei der Herstellung, der technischen Entwicklung sowie beim Vertrieb, teilte ein Sprecher von DaimlerChrysler mit. "Wir stehen nicht unter Zeitdruck", sagte er. DaimlerChrysler besitzt eine Option, im kommenden Jahr die restlichen MMC-Anteile zu erwerben. Zurzeit hält der Konzern 37 Prozent an Mitsubishi Motors.

Pilotprojekt: Vertriebsinitiative für den "Canter"

Aus Unternehmenskreisen verlautete, eine künftige Kooperation müsse die Stärken und Schwächen der beiden Partner berücksichtigen. DaimlerChrysler sei stark auf dem Gebiet der schweren und mittleren Lkws, Mitsubishi bei den leichten. Es sei jedoch sehr unwahrscheinlich, dass DaimlerChrysler die Produktion des "Sprinter" einstellen werde, hieß es.

Die japanische Zeitung "Nihon Keizai Shimbun" hatte berichtet, dass die beiden Unternehmen die Herstellung kleiner Lkws mit einer Traglast von bis zu zwei Tonnen bei Mitsubishi zusammenlegen wollten. Eine Kooperation mit MMC hatte DaimlerChrysler bereits im vergangenen Jahr angekündigt. Bislang beschränkte sich die Zusammenarbeit jedoch nur darin, dass die Stuttgarter den Vertrieb des leichten Mitsubishi-Lkw "Canter" in fünf europäischen Ländern übernahmen.

Verwandte Artikel