Banken Arbeitgeber fordern Denkpause

Die Tarifgespräche für 460.000 Banker sind gescheitert. Jetzt droht am Schalter der Streik.

Frankfurt – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Tarifverhandlungen für die rund 460.000 Beschäftigten des deutschen Bankgewerbes für gescheitert erklärt und will die Urabstimmung über einen Streik einleiten.

"Verdi betrachtet die Gespräche als gescheitert. Die Tarifkommission wird morgen über die Urabstimmung beraten", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft am Donnerstag nach der dritten Verhandlungsrunde in Frankfurt. Die Arbeitgeber seien nicht von ihren Vorbedingungen abgewichen und hätten auch kein Angebot vorgelegt. Gleichzeitig hätten sie jedoch erklärt, die Gehälter ab dem 1. Juli um 3,1 Prozent erhöhen zu wollen. "Das ist eine Provokation", sagte der Sprecher. Die Gewerkschaft hatte ein Paket im Gesamtvolumen von 6,5 Prozent gefordert.

Nach Darstellung der Arbeitgeber sind die Verhandlungen lediglich unterbrochen.Arbeitgeber-Verhandlungsführer Thessen von Heydebreck sagte, die Arbeitgeber bräuchten nun eine Denkpause. Er bestätigte, dass den Banken empfohlen werde, die Gehälter ab 1. Juli um 3,1 Prozent zu erhöhen.