Fairchild Dornier Hoffnung für den deutschen Standort

Erste Zeichen deuten auf einen positiven Ausgang der Verhandlungen mit Bombardier.

Oberpfaffenhofen – Die Verhandlungen zwischen dem Insolvenzverwalter des angeschlagenen Flugzeugbauers und dem kanadischen Luftfahrtkonzern Bombardier gehen in die entscheidende Runde. Erste Zeichen deuten auf einen positiven Ausgang. Zulieferbetriebe von Fairchild Dornier bestätigten dem "Handelsblatt", sie seien über eine Fortführung des Geschäftsbetriebs beim insolventen Flugzeugbauer informiert worden.

Bombardier ist an der Übernahme des Regionaljets 728 interessiert. Bei dem Kleinflugzeug handelt es sich um das Herzstück des angeschlagenen Flugzeugbauers. Fairchild Dorniers hatte sich mit dem milliardenschweren Entwicklungsprojekt des Regionalsjets 728 und der gestreckten Version 928 übernommen. Die 3600 Angestellten von Fairchild Dornier schöpfen für den Luftfahrt-Standort Oberpfaffenhofen wieder Hoffnung.

Endscheidung bis August

Beide Unternehmen wollten sich bisher nicht zum Stand der Verhandlungen äußern. "Es gibt eine grundsätzliche Einigung mit dem Bombardier-Konzern über eine Fortsetzung des Betriebs in Oberpfaffenhofen", zitiert das "Handelsblatt" aus Verhandlungskreisen.

Das Ende der Verhandlungen ist absehbar. Bombardier wolle bis August über die Übernahme des deutsch-amerikanischen Flugzeugbauers entscheiden, sagte Unternehmensvorstand Robert Brown im kanadischen Montreal. Doch bei Fairchild Dornier drängt die Zeit. Sollte das Oberpfaffenhofener Unternehmen bis zum 1. Juli keinen Investor gefunden haben, muss das Unternehmen das Insolvenzverfahren eröffnen.