Volkswagen Rückrufaktion kostet mindestens 30 Millionen Euro

Bei Polos und Lupos gibt's Probleme mit dem Bremsschlauch. Der US-Beetle leidet unter Absatzschwund.

Ein schwacher Bremsschlauch und die Folgen: Aus Sicherheitsgründen müssen allein in Deutschland 275.000 Halter von Lupos und Polos und weltweit sogar 950.000 Fahrzeughalter in die Werkstatt: Aus Sicherheitsgründen wird bei den Kleinwagen die Zuleitungen zum Bremssystem getauscht. Die für den Kunden kostenfreie Aktion kann den Konzern schnell 30 Millionen Euro und mehr kosten.

Laut VW kann die Kunststoffleitung porös werden und Bremsflüssigkeit austreten. Dadurch verliere der Bremskraftverstärker zunächst an Wirkung und könne ganz ausfallen. Die Bremse bleibe voll funktionstüchtig, es müsse aber ein deutlich größerer Pedaldruck als normal ausgeübt werden.

Zunächst sei das Problem bei Exporten für den japanischen Markt aufgefallen und auf Beeinträchtigungen beim Transport über See oder durch das Klima zurückgeführt worden. Weitere Untersuchungen hätten aber ergeben, dass alle Fahrzeuge der Jahre 1998 und 1999 betroffen sind. Beide Typen gehören zu den VW-Modellen mit großen Produktionszahlen.

Minus 36 Prozent - Ende der Beetle-Mania

Zweite negative Nachricht bei VW: Im Mai gab es in den USA einen Absatzrückgang um 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im abgelaufenen Monat wurden 32.109 Kraftfahrzeuge verkauft nach 34.398 Stück im Mai 2001, teilte Volkswagen of America mit.

Der Absatz in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres liegt damit jetzt bei 137.360 Stück nach 138.651 im Vorjahreszeitraum. Unter den einzelnen Modellen stieg der Absatz des Jetta für den Monat Mai um 1,7 Prozent auf 14.065. Beim Beetle ging der Absatz dagegen um 35,6 Prozent auf 4.476 Fahrzeuge zurück. Mit 8.874 Passat wurden drei Prozent mehr als im Vorjahresmonat verkauft.

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