Connex Ist der Zug abgefahren?

Dem größten Konkurrenten der Deutschen Bahn fehlen die Fahrzeuge für das anvisierte Streckennetz.

Frankfurt/Stuttgart - Wenn die Deutsche Bahn in diesem Sommer die neue Hochgeschwindigkeitstrasse Frankfurt - Köln in Betrieb nimmt, macht sie für ihren Konkurrenten Connex auf der alten kurvenreichen Strecke entlang des Rheins Platz. Dort könnten die Connex-Züge fahren - langsamer, aber auch billiger als die Deutsche Bahn.

Doch so einfach ist es nicht. Zwar hat die Frankfurter Privatbahn-Gruppe die Nutzung der Trassen bereits bei der DB Netz angemeldet, doch stößt das Unternehmen auf Schwierigkeiten. "Das Problem ist die Beschaffung der Fahrzeuge", sagte Andreas Winter, Sprecher der Eisenbahngesellschaft.

"Unser Fahrzeugpool ist ausgeschöpft"

Die Fernverkehrsstrecke soll ab dem kommenden Frühjahr befahren werden. Doch "unser Fahrzeugpool ist ausgeschöpft", sagte Winter gegenüber manager-magazin.de. Die Produktion neuer Fahrzeuge dauere zu lange. Bei ausländischen Anbietern sei die Zulassung in Deutschland problematisch, so der Unternehmenssprecher.

Hilft die Deutsche Bahn aus?

Der Ex-Monopolist wolle seinem schärfsten Konkurrenten keine gebrauchten Fahrzeuge verkaufen, so Winter. Ob der Deutschen Bahn ein konkretes Kaufangebot gemacht wurde, wollte er nicht sagen. Ein DB-Sprecher der Bahn sagte hingegen, die Bahn sei grundsätzlich bereit, "zu marktgerechten Preisen zu verkaufen". Voraussetzung sei allerdings, dass die Bahn keine weitere Verwendung habe, etwa als Betriebsreserve oder zur Ersatzteilgewinnung.

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