Eon Das Ende der Spekulationen

Monopolkommission lehnt Ruhrgas-Übernahme ab - RAG will 38 Euro je Degussa-Aktie bezahlen.

Düsseldorf – Wie manager-magazin.de bereits in der vergangenen Woche berichtete will Eon  seine Mehrheit am Spezialchemieunternehmen Degussa  an die RAG abgeben und im Gegenzug deren Anteil an der Ruhrgas AG übernehmen.

Eon teilte am Montagabend in Düsseldorf mit, der Dax-Konzern erwerbe von der RAG für rund 1,9 Milliarden Euro eine Beteiligung von 18,4 Prozent an der Ruhrgas, was gemeinsam mit den bereits vereinbarten Anteilserwerben zu einer Mehrheitsübernahme der Ruhrgas führe. Im Gegenzug übernehme die RAG in zwei Stufen die Mehrheit an Degussa. Damit beendeten die Unternehmen bereits seit Wochen andauernde Spekulationen über einen möglichen Ringtausch.

Details im Juni

Die RAG legte am Montagabend nach einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats bereits ein öffentliches Übernahmeangebot zu 38 Euro je Degussa-Aktie vor. Einschließlich der am 21. Mai dieses Jahres fälligen Dividende von 1,10 Euro für das vergangene Geschäftsjahr liege dieser Preis um 11,5 Prozent über dem Degussa-Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate, teilte Eon ergänzend mit.

Der Vorstand der Degussa begrüßte am Dienstag das Angebot der RAG. Der Preis von 38 Euro je Aktie spiegele die Einschätzung des derzeit erreichten Unternehmenswertes durch den Kapitalmarkt wider, hieß es in einer Erklärung. Vorstand und Aufsichtsrat wollten aber erst auf Basis der für Ende Juni erwarteten Angebotsunterlagen detailliert Stellung nehmen.

Müller hat das letzte Wort

Die die Bundesregierung beratende Monopolkommission sprach sich am Dienstag in Bonn aber gegen eine Mehrheitsübernahme von Eon bei Ruhrgas aus. Ihr Votum ist eine Empfehlung für Bundeswirtschaftsminister Werner Müller, der das letzte Wort in der Sache hat.

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