Andersen Dem weltweiten Vorbild folgend

Ernst & Young hat "Ja" gesagt. Der Zusammenschluss mit KPMG ist nun endgültig vom Tisch.

Stuttgart/Frankfurt am Main - Die beiden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Ernst & Young Deutschland und Andersen Deutschland schließen sich zusammen. Nach Andersen sprachen sich auch die rund 250 Partner des Konkurrenten Ernst & Young für eine Fusion der beiden Unternehmen aus. Einzelheiten sollten am Montag bekannt gegeben werden, teilte Ernst & Young-Sprecher Dag-Stefan Rittmeister am Sonntag in Stuttgart mit.

Nach dem Beschluss ist die andere mögliche Variante einer Zusammenarbeit mit dem Branchenriesen KPMG endgültig vom Tisch. Anfang April hatten Andersen und KPMG noch erklärt: "In Deutschland sind wir gemeinsam entschlossen, unabhängig von der Entwicklung in einzelnen anderen Ländern, unsere Gespräche zu einem guten Abschluss zu bringen." Auch weltweit ist es überwiegend zu einem Zusammengehen von Andersen und Ernst & Young gekommen.

Hintergrund der Neuordnung am internationalen Markt der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ist die Verwicklung von Arthur Andersen in den Skandal um den zusammengebrochenen amerikanischen Energieriesen Enron. Dabei wurden auch vom Andersen-Partner David Duncan Akten von Enron vernichtet, um die Lage des Konzerns zu verschleiern.

Damit war der Name Andersen diskreditiert, und die Kundschaft sprang reihenweise ab. Neben riesigen Schadensersatzklagen der Enron-Anleger drohen darüber hinaus Anklagen der amerikanischen Staatsanwälte.

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