Enron-Skandal Bei der Täuschung geholfen

Die Deutsche Bank, Merrill Lynch und JP Morgan werden auf Schadenersatz verklagt.

New York - Die Schadenersatzklage im Zuge des Enron-Skandals wird nach Informationen des "Wall Street Journal" (WSJ) auf neun Banken ausgedehnt. Mit der erweiterten Anklageschrift sei noch im Laufe des Tages zu rechnen, berichtet die US-Wirtschaftszeitung in ihrer Montagsausgabe. Bisher müssen sich nur führende Enron-Manager und leitende Mitarbeiter des Wirtschaftsprüfers Andersen vor Gericht verantworten.

Nach Darstellung des WSJ wird neben der Deutschen Bank  auch Anklage gegen Merrill Lynch, Credit Suisse First Boston, Citigroup, JP Morgan Chase, Canadian Imperial Bank of Commerce, Bank of America, Barclays Bank und Lehman Brothers erhoben.

Auch Partnerunternehmen betroffen

Mitarbeitern der betroffenen Banken werde vorgeworfen, das Enron-Management bei der Täuschung der Aktionäre unterstützt zu haben. Mehr als ein Dutzend frühere und gegenwärtige Mitarbeiter des zahlungsunfähigen US-Energiehandelsunternehmens werden beschuldigt, sich durch Insiderhandel um rund 1,2 Milliarden US-Dollar bereichert zu haben.

Von der Erweiterung sollen auch 24 Andersen-Partnerfirmen betroffen sein, einschließlich der Andersen-Niederlassungen in Brasilien, den Cayman-Inseln, Puerto Rico, Indien und Großbritannien.

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