Andersen 7000 Entlassungen

Ausgedient. Ein Viertel der Belegschaft in den USA kann seine Koffer packen.

Frankfurt/Chicago - Nach schweren Verlustgeschäften im Zuge der Enron-Pleite will die Wirtschaftsprüfergesellschaft Arthur Andersen in den USA rund 7000 Mitarbeiter entlassen. Das entspricht etwa einem Viertel der Belegschaft in den Vereinigten Staaten, teilte die Unternehmenszentrale in Chicago am Montag mit.

Die Entlassungen würden in den kommenden Monaten erfolgen. Am stärksten Betroffenen seien die Firmenbereiche Revision und Verwaltungsdienstleistungen.

Andersen ist nach dem Konkurs des Energieriesen Enron in Bedrängnis geraten. Unter anderem wurde dem Unternehmen vorgeworfen, Enron-Akten vernichtet zu haben, was bereits zu einer Anklage geführt hat. Doch schon vor Beginn des anstehenden Gerichtsverfahrens hat Andersen zahlreiche Klienten verloren. Niederlassungen im Ausland haben sich zum Teil vom Mutterkonzern losgesagt oder sind Fusionen mit anderen Firmen eingegangen.

Indes sind die Fusionsverhandlungen zwischen den deutschen Wirtschaftsprüfern Arthur Andersen und KPMG am Wochenende weit gediehen. Die Sitzung habe eine weitgehende Annäherung der Standpunkte gebracht, sagte Christoph Gross, Sprecher der Andersen-Geschäftsführung. "Für Deutschland ist KPMG eine strategisch hochinteressante Alternative", so Gross.

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