Immobilien Mieter zahlen mehr

Münchens Mieten sind die höchsten - Makler erwarten bundesweit weiter steigende Preise.

Hamburg - Die Wohnungsmieten sind in den vergangenen zwölf Monaten bundesweit um durchschnittlich 2,8 Prozent gestiegen. Lediglich bei Neubauten fiel der Anstieg mit 2,1 Prozent etwas geringer aus, wie der der Ring Deutscher Makler (RDM)in Hamburg mitteilte.

Ursache für die Preissteigerungen sei die gestiegene Nachfrage, hieß es. Trotz der Anstiegs lägen die Mieten bei Neuverträgen dennoch bis zu acht Prozent unter denen der Boomjahre 1994/95.

Miete in Augsburg nur halb so hoch wie in München

Bei Altbauwohnungen in westdeutschen Großstädten beträgt die Durchschnittskaltmiete pro Quadratmeter laut RDM 5,47 Euro, bei Nachkriegsbauten sind es 5,97 Euro und bei Neubauten im Erstbezug 7,36 Euro.

Die Preisspanne in den verschiedenen Städten ist jedoch sehr groß. So liegt München mit einem Quadratmeterpreis von 10 Euro für Nachkriegsbauten klar an der Spitze. Auch in Düsseldorf (7,40 Euro), Köln (7,20 Euro), Heidelberg (7,15 Euro) und Hamburg (7,00 Euro) ist das Preisniveau sehr hoch. Die niedrigsten Preise im Westen gibt es in Bremerhaven (4,05 Euro), Augsburg und Kaiserslautern (je 4,10 Euro).

Wirtschaftskraft einer Stadt ist der Mieter-Magnet

Während in den ostdeutschen Großstädten vor zwei Jahren noch Mietpreisrückgänge von bis zu acht Prozent beobachtet wurden, hat der RDM jetzt Preissteigerungen zwischen 1,25 und 2,1 Prozent registriert. Dennoch liege das Preisniveau im Vergleich zu Westdeutschland um bis zu 28 Prozent niedriger, hieß es.

Ausschlaggebend für die Höhe der Mieten ist laut RDM nicht mehr die Größe der Städte, sondern deren Wirtschaftskraft. Die Frage, ob durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze Zuwanderung stattfinde, sei ebenfalls ein wichtiger Faktor. Für das laufende Jahr erwartet der RDM weiter anziehende Mietpreise. Die Höhe hänge dabei wesentlich von der Beschäftigungs- und Wirtschaftsentwicklung ab.

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