Philip Morris Schluckt Afrikas größte Brauerei Miller?

Für fünf Milliarden Dollar soll die zweitgrößte US-Biermarke "Miller" verkauft werden.

New York - Schon in den kommenden Wochen will sich Philip Morris  von einer seiner weniger rentablen Marken trennen: Miller Brewing Co. wird nach einem Bericht des Wall Street Journal wahrscheinlich an South African Breweries (SAB)  verkauft. Die Verhandlungen seien bereits "weit vorangeschritten", berichtet das Wall Street Journal (WSJ).

SAB ist bisher fast ausschließlich auf den Märkten der Dritten Welt vertreten. Hier allerdings besitzt der Brau-Konzern in vielen Regionen die Marktführerschaft. Durch den Kauf würde SAB weltweit zur Nummer zwei unter den größten Brauereien aufsteigen. Die fünf Milliarden Dollar, die als Preis für Miller (die das erste Leichtbier auf den Markt brachten) im Gespräch sind, sollen laut WSJ zum größten Teil in Aktien gezahlt werden - drei Milliarden -, die restlichen zwei Millarden sollen angeblich in Form einer Schuldenübernahme geleistet werden. Durch den Aktientausch wäre Philip Morris nach der Transaktion im Besitz von rund einem Viertel der SAB-Aktien.

Philip Morris übernahm Miller 1970 und brachte die Marke anschließend mit hohem Werbeaufwand von Platz sieben auf Platz zwei unter den US-Brauern (hinter Anheuser-Busch). Trotzdem sind andere Marken im Portefeuille wertvoller: Während Miller 2001 nur drei Prozent zum Konzernumsatz von knapp 90 Milliarden Dollar beitrug, steuerten die Tabakmarken 61, Lebensmittel 34 und Finanzdienstleistungen zwei Prozent bei.

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