Credit Suisse Zu hoher Verlust

Reine Spekulation? Die Tochter Credit Suisse First Boston soll abgestoßen werden.

Zürich - Der Finanzkonzern Credit Suisse Group (CS Group), Zürich, will nach Informationen des Magazins "Cash" ihre Investmentbankingsparte Credit Suisse First Boston (CSFB) verkaufen. Das Magazin berichtet in der Freitagausgabe unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass die Citigroup Inc, New York, angeblich Interesse an CSFB habe.

Die CS Group hat die Gerüchte am Donnerstag über einen möglichen Verkauf von CSFB nicht kommentiert. Die CS-Aktie stieg an der Börse bis gut eine Stunde vor Schluss um 2,15 Prozent auf 61,90 Franken. Händler erklärten, die CSFB-Spekulationen, "obwohl wenig wahrscheinlich", dürfte den Kursanstieg bewirkt haben. Am Freitag sei aber auch Optionenverfall und vor dem Verfallsterminen komme es gelegentlich zu zunächst nur schwer erklärbaren Kurssprüngen.

"Cash" zitierte CS-Finanzchef Philip Ryan auch mit Aussagen, die nicht auf Verkaufsabsichten von CSFB hindeuteten. CSFB erzielte im vergangenen Jahr ein schlechtes Ergebnis. Die Investmentbank kam auf einen Reinverlust von 1,6 Milliarden Franken nach einem Reingewinn von 2,4 Milliarden Franken im Vorjahr.

Das Ergebnis war durch Sonderfaktoren über 1,1 Milliarden Franken belastet. Dabei ging es um Kostensparprogramme und Vergleichszahlungen in den USA im Zusammenhang mit umstrittenen Zuteilungspraktiken bei Börsengängen. Dazu kamen noch Abschreibungen.

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