Babcock Borsig Der Aktionär begehrt auf

Investor Wyser-Pratte ist erbost, dass ihm der Einfluss auf die HDW-Werft flöten geht.

Oberhausen - Der US-amerikanische Investor Guy Wyser-Pratte hat beim Oberhausener Technologiekonzern Babcock Borsig die Verschiebung der für diesen Dienstag angekündigten Hauptversammlung beantragt. Unter anderem habe Wyser-Pratte angeführt, dass der Verkauf von 25 Prozent der Anteile an der Kieler Werft HDW von den Aktionären hätte genehmigt werden müssen, bestätigte Unternehmenssprecher Hans-Joachim Wieckmann.

"Diese Sicht ist rechtlich nicht haltbar", sagte der Sprecher. Mit dem Verkauf der Anteile an den amerikanischen Investor One Equity Partners am vergangenen Montag hat Babcock die Mehrheit an HDW verloren und besitzt nur noch eine Sperrminorität von 25 Prozent.

Der Antrag werde nun von der Rechtsabteilung geprüft, berichtete Wieckmann. Wyser-Pratte habe zudem moniert, dass Babcock-Konzernchef Klaus Lederer künftig nur noch als Chef der Kieler Howaldtswerke Deutsche Werft AG fungiere. Auch die Besetzung des Aufsichtsrats spiegele nach Ansicht des Investors nicht die Eigentümer-Struktur wider. Babcock will bis Freitag über den Antrag entscheiden. Die Hauptversammlung ist für kommenden Dienstag in der Düsseldorfer Messe angesetzt.