Auto-Industrie Lieber das Original

Die deutschen Hersteller bauen ihren Marktanteil in den USA auf über fünf Prozent aus.
Von Arne Stuhr

Frankfurt - Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch mitteilte, wurden in Westeuropa im Februar insgesamt 1,06 Millionen Pkw neu zugelassen. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat von gut einem Prozent. Seit Jahresbeginn sind in Westeuropa insgesamt 2,34 Millionen Pkw (minus 1,3 Prozent) neu angemeldet worden.

Sehr positiv habe sich der Absatz in Großbritannien entwickelt. Hier legten die Neuzulassungen laut VDA gegenüber Februar 2001 um über 18 Prozent zu. Auch in den Benelux-Staaten sei die Zahl gestiegen. Während in Frankreich nur ein leichter Rückgang zu verzeichnen gewesen sei, hätten Italien und Spanien deutliche Rückgänge hinnehmen müssen.

Plus 15 Prozent bei Import-Fahrzeugen

Für das US-Geschäft der deutschen Hersteller in den ersten zwei Monaten des Jahres zog der VDA eine positive Bilanz. In einem rückläufigen Markt hätten die Deutschen 123.200 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge absetzen können, ein Plus von 4,4 Prozent. Damit konnten Volkswagen & Co. ihren Marktanteil von 4,7 auf 5,1 Prozent ausbauen.

Interessantes Detail: Während in den USA die Zahl der deutschen Importfahrzeuge um 15 Prozent zulegte, wurden von den in nordamerikanischen Werken gebauten "deutschen" Fahrzeugen 13 Prozent weniger zugelassen.

Auf BMW , die in ihrem US-Werk in Spartanburg den Geländewagen X5 und den Roadster Z3 bauen, ist dieser Trend aber nicht eins zu eins zu übertragen. Ein BMW-Sprecher sagte gegenüber manager-magazin.de, dass in den ersten beiden Monaten dieses Jahres der US-Absatz des X5 um sieben Prozent gestiegen sei. "Beim Z3 ist der Umsatz allerdings um 60 Prozent eingebrochen, da es sich um ein Auslaufmodell handelt, das im kommenden Jahr ersetzt wird", gab der BMW-Sprecher zu.