Holzmann Finanzielle Entlastung

Banken polieren den Baukonzern auf, um ihn für einen Großinvestor attraktiv zu machen.

Frankfurt am Main - Der Frankfurter Baukonzern Holzmann soll für potenzielle Käufer attraktiver gemacht werden. Dazu ist vorgesehen, den Immobilienbesitz aus dem Konzern in eine eigene Gesellschaft zu überführen. Mehrere Großbanken unter der Führung der Deutsche Bank  sollen sich daran beteiligen. Offiziell wollte die Philipp Holzmann AG diese Pläne nicht kommentieren. Aus dem Management wurde jedoch ein entsprechender Bericht der "Süddeutschen Zeitung" weitgehend bestätigt.

Die Auslagerung des Immobilienbesitzes würde den weiter in der Verlustzone operierenden Baukonzern finanziell erheblich entlasten, die Liquidität verbessern und damit Holzmann attraktiver für eine Übernahme machen. Nach Darstellung des Vorstandes hätten neben mehreren ausländischen Unternehmen auch deutsche Investoren Interesse bekundet.

Offensichtlich sind die Vorverhandlungen aber ins Stocken geraten, so dass nun eine zusätzliche Sanierungsoperation der Kreditinstitute notwendig ist. Mehr als die Hälfte des Holzmann-Kapitals befindet sich im Besitz der Banken, die aber ihre Aktienbeteiligungen so rasch als möglich veräußern wollen.

2001 erzielte Holzmann mit dem Verkauf von Immobilien rund 250 Millionen Euro. Damit seien die Erwartungen aber nicht erfüllt worden, hieß es. Angesichts der trüben Konjunkturlage seien selbst attraktive Objekte nicht zu günstigen Preisen abzustoßen.

Obwohl die Bankkredite im vergangenen Jahr um 500 Millionen Euro schrumpften, bestehen immer noch Finanzschulden von rund 1,5 Milliarden Euro. Bislang hat Holzmann die Bilanz 2001 noch nicht vorgelegt. Der Verlust dürfte aber in der Größenordnung von 80 bis 90 Millionen Euro liegen.

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