Commerzbank "Wir sind keine Raider"

WCM-Chef Roland Flach bestreitet, Commerzbank-Aktien von der Cobra gekauft zu haben

Frankfurt - Auf einer Pressekonferenz am Dienstag hat die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG  Details zur Erhöhung ihres Commerzbank-Pakets auf 5,5 Prozent bekannt gegeben. WCM-Vorstandschef Roland Flach sagte, dass ein Teil der zugekauften Aktien aus dem Besitz des WCM-Großaktionärs, der Familie Ehlerding, stammen. Die restlichen Papiere seien über die Börse erworben worden. Flach betonte, dass keine Aktien vom Commerzbank-Investor Cobra übernommen wurden.

Weiterhin sagte Flach, dass eine komplette Übernahme der Commerzbank  nicht zur Diskussion stehe. "Wir suchen aber nicht krampfhaft nach einem Käufer", sagte Flach. Gleichzeitig wehrte sich der WCM-Chef gegen die Bezeichnung seines Unternehmens als Raider oder Unternehmenshändler. "Die Commerzbank ist extremst unterbewertet", sagte Flach. "Der niedrige Preis der Aktie hat uns herausgefordert."

Die Analysten des Bankhauses Sal. Oppenheim beließen unterdessen ihre Einstufung für die Commerzbank bei "Outperformer". Mit 22 Euro blieb auch das Kursziel gleich. Die Bank-Experten nehmen aber an, dass die Commerzbank in den nächsten zwei Jahren entweder unter dem Dach der Münchener Rück oder von Generali landen werde.

WCM: Die Cobra aus Hamburg

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