Japan "Der größte Schauspieler der Welt"

Der ehemalige japanische McKinsey-Chef wirft Ministerpräsident Koizumi Blenderei vor.

Hamburg - Die japanische Wirtschaft wird sich in den kommenden Jahren nicht erholen. Im Gegenteil: Kenichi Ohmae, ehemaliger Chef von McKinsey in Tokio, erwartet eine weiter steigende Arbeitslosigkeit und fallende Aktienkurse. Japan "erlebt einen schleichenden Niedergang", sagt Ohmae im Interview mit manager magazin (Erscheinungstermin: 22. Februar 2002).

Den Grund für die sich verschärfende Dauerkrise seines Landes sieht Ohmae in der Tatenlosigkeit der Regierung. Ohmae: "Niemand tut etwas, um aus der Misere herauszukommen." Die Reformankündigung von Ministerpräsident Junichiro Koizumi hält Ohmae für "Geschwätz". Koizumi rede den Leuten nur nach dem Mund. Er sei, so Ohmae, "der größte Schauspieler der Welt".

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