Porsche Wiedeking gibt Gas

Neue Modelle sollen Porsches Eigenständigkeit sichern.

Kaum ein anderer Autobauer weckt so große Emotionen wie Porsche. Doch Firmenchef Wendelin Wiedeking weiß, dass der reinrassige Sportwagenhersteller mit seinen bislang nur zwei Modellen auf Dauer kaum überleben wird. Die Zuffenhausener wollen sich deshalb in diesem Jahr mit dem Cayenne ein weiteres Standbein schaffen und in das wachstumsträchtige Geschäft mit Geländewagen vordringen.

Der gemeinsam mit VW entwickelte Wagen soll die Offroad-Eigenschaften eines Autos der Mercedes- G-Klasse mit den sportlichen Qualitäten eines Porsche verbinden und gut 250 Stundenkilometer schnell sein.

Anfang Januar gab der Porsche- Vorstand zudem grünes Licht für den Bau des Carrera GT. Der rund 400 000 Euro teure Über-Porsche wird in der zweiten Jahreshälfte 2003 auf den Markt kommen. Angetrieben von einem 558 PS starken Zehn-Zylinder-Motor, der aus dem 1999er Le-Mans-Rennwagen der Zuffenhausener stammt, soll der Bolide eine Spitzengeschwindigkeit von mindestens 330 Stundenkilometern erreichen.

Weiter im Angebot bleibt das Erfolgsprodukt des Hauses, der 911er. Seit 1964 die ersten Modelle vom Band liefen, ist er längst zur Legende geworden. In den vergangenen 37 Jahren wurde der Kultrenner siebenmal überarbeitet und ist heute in acht Modellvarianten zu haben. Vom einfachen Carrera- Coupé über den Targa und das Cabrio bis zum Turbo. Der Preis liegt zwischen 73 500 und 125 000 Euro.

Deutlich preiswerter sind die beiden Boxster-Modelle. Den "kleinen Porsche", seit 1996 im Handel, gibt es schon für 42 000 Euro, die 252 PS starke S-Version kostet 50 000 Euro. Ein Facelifting des Boxsters wird noch für dieses Jahr erwartet.