Siemens "Wir würden Siemens bevorzugen"

Afghanistan will Siemens mit dem Aufbau des Telefonnetzes im vom Krieg zerstörten Land beauftragen.

Düsseldorf - Die afghanische Übergangs-Regierung hat großes Interesse daran, den Aufbau des Festnetzes im Land der Siemens AG  zu übertragen. "Wenn sie bald kommen, dann haben sie eine gute Chance, den Zuschlag zu erhalten", sagte der afghanische Minister für Telekommunikation, Abdul Rahim, in einem Gespräch mit dem Handelsblatt (Montagsausgabe). "Wir würden Siemens bevorzugen." Das Auftragsvolumen für das Festnetz könnte nach Angaben des Ministers in einem ersten Schritt deutlich über 40 Millionen Dollar betragen.

Zwar liege dem Ministerium bereits eine Offerte aus China vor, die mit 125 Dollar je Telefonkunden äußerst preiswert kalkuliert sei, doch genieße die Siemens-Qualität in Afghanistan hohes Ansehen. Das Unternehmen hatte bereits in der Vergangenheit das Land mit Verteilerstationen ausgestattet.