Formel 1 Abwarten und Gas geben

Statt Kirch zu helfen, gründen BMW, Mercedes & Co. lieber die "Grand Prix World Championship".

Frankfurt - Für die in der Formel 1 engagierten Automobilkonzerne kommt ein Kauf der Rennsportanteile des angeschlagenen Medienkonzerns Kirch offenbar nicht in Frage. Stattdessen wollen die Unternehmen an den Plänen für eine eigene Rennserie festhalten, sagte der für den Motorsport verantwortliche DaimlerChrysler-Vorstand Jürgen Hubbert der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ).

"Die fünf in der Formel 1 engagierten Hersteller BMW , DaimlerChrysler , Fiat, Ford  und Renault haben von der Kirch-Gruppe vor einiger Zeit Vorschläge für eine Zusammenarbeit mit der Formel-1-Vermarktungsgesellschaft SLEC erhalten, die sie nach ausführlicher interner Diskussion nicht für zielführend erachtet haben", sagte Hubbert in der Donnerstagausgabe der "FAZ".

Die neue Rennserie solle bis spätestens 2008 etabliert werden und "Grand Prix World Championship" (GPWC) heißen. "Aktuell gibt es demnach aus meiner Sicht keinen Grund für Gespräche mit der Kirch-Gruppe", sagte Hubbert. Der hoch verschuldete Münchener Medienkonzern hält 75 Prozent an der Formel-1-Vermarktungsgesellschaft SLEC.

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