BMW Neues Top-Modell mit Glasdach und Kegeln

Die VW-Autostadt lockt Besucher in Scharen - jetzt will auch BMW einen Erlebnispark.

München - Der Sieger-Entwurf für BMW's neues Renommierobjekt ist enthüllt: Ein gläserner Doppelkegel wird in knapp drei Jahren als markantes Kennzeichen eines Auto-Erlebnisparks in der Nähe des Münchener Olympiaparks aufragen. Unternehmens-Chef Joachim Milberg kündigte bei der Enthüllung des Siegerentwurfs den Baubeginn des 100 Millionen Euro teuren Projekts für kommenden August an. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude pries das futuristischen Gebäude als architektonischen Glücksfall für die Stadt.

Dominiert wird der von dem Wiener Architekten-Team Coop Himmelb(l)au entworfene transparente Hallenkomplex vom rund 25 Meter hohen gläserenen Doppelkegel. Aus ihm erstreckt sich über das gesamte Gebäude - einer im Gegenwind flatternden Stoffbahn gleich - eine rund 180 Meter lange transparente Dachkonstruktion.

Durch eine filigrane Stützkonstruktion soll der Eindruck entstehen, das Dach schwebe gleichermaßen über dem 25.000 Quadratmeter großen Gelände: "Die Aufhebung der Schwerkraft ist ein uralter Traum der Architektur", erläuterte der verantwortliche Wiener Architekturprofessor Wolf Prix. Als reines Auslieferungszentrum ist der Bau denn doch zu schmuck geraten - welche Attraktionen BMW zusätzlich für Gäste und Kunden plant, wurde aber noch nicht verraten. Wollen die Münchener einen ähnlich wirksamen Publikumsmagnet installieren wie die VW-Autostadt in Wolfsburg, müssen hier noch Details nachgereicht werden.

Bürgermeister entzückt: "Es gibt viele Gründe zum Jubeln"

Milberg erklärte, das auf einer Fläche in Größe des Markusplatz von Venedig geplante Auslieferungszentrum stehe in der Tradition des markanten BMW-Hochhauses mitsamt seinem Museum. An dem Wettbewerb hätten sich "275 der besten Architekten der Welt beteiligt", fügte der BMW-Chef hinzu. Der Siegerentwurf füge sich in "respektvoller Harmonie" in das Ensemble der berühmten Nachbarbauten des Münchner Olympiageländes ein. "Das Gebäude soll unsere Unternehmenszentrale wie auch die städtebauliche Gestaltung Münchens durch ein neues Wahrzeichen bereichern", sagte Milberg. Oberbürgermeister Ude regagierte begeistert auf das BMW-Projekt: "Ich kann nur sagen, dass es viele Gründe zum Jubeln gibt." Die schwungvolle Konstruktion greife Formen der benachbarten Olympiaparklandschaft auf und strahle als neuer Publikumsmagnet weit über München hinaus. "Diese Architektur ist für München ein Glücksfall", betonte der SPD-Politiker.

BMW erwartet nach der für Ende 2004 geplanten Fertigstellung täglich bis zu 5.300 Besucher im neuen Erlebnis- und Auslieferungszentrum. Maximal 250 BMW-Kunden könnten am Tag ihren Neuwagen vor Ort abholen. Ein anderer Teil des Gebäudes soll als neues Zentrum für Unternehmens- und Kulturveranstaltungen dienen.