Arbeitsmarkt Winter-Effekt

Die Arbeitslosigkeit steigt offenbar deutlich. Im Januar sind fast 4,3 Millionen ohne Job.

Berlin - Dies sei ein Plus von 185.000 im Vergleich zum Vorjahresmonat (4,09 Millionen), berichtet die Zeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Berechnungen der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2001 sei die Arbeitslosigkeit in Deutschland um 315.000 Menschen auf jetzt 4,28 Millionen gestiegen.

Allerdings weise der Januar im Vergleich zum Dezember aus saisonalen Gründen generell eine ansteigende Erwerbslosigkeit aus, hieß es weiter. Januar und Februar würden als die Monate im Jahr mit der höchsten Arbeitslosigkeit gelten. In diesen Monaten seien die negativen Auswirkungen des Winters am stärksten.

Wesentlich aussagekräftiger als Vormonatsvergleiche seien Vorjahresvergleiche, heißt es in dem Bericht. Im Januar 2002 sei die Erwerbslosigkeit zum ersten Mal seit vier Jahren wieder angestiegen. Mit 4,82 Millionen Arbeitslosen hatte die Erwerbslosigkeit in Deutschland im Januar 1998 ihren Höchststand erreicht. Der Präsident der Bundesanstalt, Bernhard Jagoda, erwarte für das laufende Jahr im Durchschnitt 3,9 Millionen Arbeitslose.