BMW Gewinner des Rennens

Der Streit um das Formel-1-Sponsoring mit Telegate bringt dem Autobauer 3,6 Millionen Euro.

München - Der Telefonauskunftsanbieter Telegate und BMW haben ihren Rechtsstreit mit um den Ausstieg aus dem Formel-1-Sponsoring beendet. Das Unternehmen werde bis Ende Januar 3,6 Millionen Euro an den Autohersteller BMW zahlen, der dafür seine Klage zurück ziehe, teilte die Telegate AG am Mittwoch in München mit.

Das Landgericht I hatte im Juni vergangenen Jahres entschieden, dass Telegate  statt der von BMW geforderten 18,7 Millionen Euro für die gesamte Vertragslaufzeit anteilsmäßig nur 1,23 Millionen Euro für die ersten eineinhalb Monate vergangenen Jahres zu zahlen habe. BMW hatte Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Der Auskunftsdienstleister hatte seit 2000 mit dem Schriftzug seiner Internet-Tochter auf den Rennwagen des BMW-Williams-Teams in der Formel 1 geworben. Entgegen einer Vereinbarung habe sich BMW jedoch auch von dem Konkurrenten MCI Worldcom und der Allianz sponsern lassen, so der Telegate-Vorwurf.

Telegate kündigte den ursprünglich bis Ende 2003 laufenden Vertrag deshalb vorzeitig Anfang des Jahres 2001. BMW hatte einen Verstoß gegen die Vertragsvereinbarungen bestritten. Telegate sei von vornherein klar gewesen, dass auf den Wagen für mehrere Unternehmen geworben werde.

Die Geschäftsbeziehung bleibt bestehen

Die außergerichtliche Einigung wenige Tage vor dem am 31. Januar anstehenden Berufungsurteil sei im Sinne der weiterhin guten Geschäftsbeziehungen zu BMW, sagte eine Telegate-Sprecherin. Der Autohersteller werde ab Anfang 2002 für mindestens ein Jahr an seinen bayerischen Standorten ausschließlich den Telegate-Auskunftsservice nutzen.

Für das vierte Quartal rechnet Auskunftsdienstleister nur ohne Einbeziehung der Restzahlung mit einem leicht positiven operativen Ergebnis. Noch im November wurde bekräftigt, im Schlussquartal die Gewinnschwelle erreichen zu wollen. In den ersten neun Monaten lag der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen mit 15,2 Millionen Euro um mehr als 13 Millionen Euro über dem des Vorjahreszeitraumes.